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Inhalt

18.09.2008

Der Entwicklung verpflichtet

«Ambulant ist in – stationär ist out!» oft kommt uns vor, als sei dies das aktuelle Credo.

Wir begleiten seit über 20 Jahren Eltern und Kinder. Nach unserer Erfahrung wird bei der Diskussion um ambulante oder stationäre Arbeit derselbe Fehler begangen, wie bei der Diskussion um schulische Integration. Ein fachliches Postulat gerät in die Hand von sparwilligen, manchmal wohl auch zum Sparen gezwungenen Politikern. Plötzlich werden fachliche Argumente zum Sparen missbraucht. Opfer sind jene, die schon als Opfer geboren wurden: Kinder von Risikoeltern.

Entwicklung geschieht nicht von heute auf morgen, vor allem nicht, wenn das Gestern so sehr belastet war.
Wir haben in diesen über 20 Jahren kaum Risikoeltern kennen gelernt, die auf Modelle von elterlichen Fähigkeiten zurückgreifen konnten. Es braucht da langsames Modelllernen, etwas, was kaum ambulant vermittelt werden kann. Bei fehlenden elterlichen Fähigkeiten nützt Aktivierung wenig. Aktivierung von was?
Wir denken, schon bald wird sich zeigen, dass das einseitige Setzen auf den Ausbau von ambulanten Hilfen eine Kehrseite hat: Die nötigen Innovationen im stationären Bereich konnten während Jahren nicht finanziert werden. Wenn dann die ambulanten Hilfen doch nicht weiterhelfen, fehlen ausgebaute weiterführende Möglichkeiten.

Was nach unserer Meinung nötig wäre: Eine die Menschen in ihren Fähigkeiten und Defiziten respektierende, vorausschauende Planung welche der Entwicklung verpflichtet ist, und die ausgewogene Möglichkeiten bereitstellt, seien die stationär oder ambulant!

Terry und Paul Hofmann


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