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20.11.2012

Grossrat beschliesst Babyklappe

Gestern hat der Grosse Rat in Bern beschlossen, dass es in Bern eine Babyklappe geben soll. In einem Leserbrief hat Paul Hofmann dazu Stellung bezogen

Schön, dass es in Bern nach dem Willen des Grossen Rates bald eine Babyklappe gibt. Vielen Dank meine Damen und Herren des Grossen Rates. Ihre Sparpolitik verursacht aber weit mehr Elend, als eine Babyklappe je verhindern kann!
In unserer Arbeit erleben wir dies täglich:
Da sind zum Beispiel im Moment 6 verzweifelte Teenagermütter im Kanton, die nicht wissen, wo sie und ihr Baby nach der Geburt leben sollen, wie sie ihre Schulabschlüsse und ihre Mutterschaft verantwortlich leben können.
Da sind Mütter, die nach Jahren des einsamen Kampfes ausgebrannt in Psychiatrischen Kliniken landen und nach ein paar Wochen später als geheilt in die selbe Situation zurückkommen...
Eine Begleitung und eine dringend nötige Ausbildung, um nach der Kinderphase auf eigenen Beinen stehen zu können, wird ihnen nicht gewährt. Die Tarifpolitik der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) wurde unter dem Spardiktat des Grossen Rates so verschärft, dass solche sinnvollen Massnahmen nicht mehr finanzierbar sind.
Es geht weiter: Das Wochenbett im Spital nach der Geburt gibt es in der Form nicht mehr. Jetzt ist es ein Tagesbett und danach kehren viele der Mütter mit ihren Babys in die Einsamkeit der Kleinfamilie zurück, ohne jedes familiäre Netz und ohne je selber konstruktive Vorbilder erlebt zu haben. Sie sind allein und kommen oft an ihre Grenzen. Während der Schulzeit geht die Überforderung weiter...
An Sportgrossanlässen oder an Demonstrationen suchen junge Erwachsene dann die Auseinandersetzung mit Autoritäten, welche sie in ihren jungen Jahren in Familie und Schule vermisst haben.
Wir befürchten, dass wir alle an den Folgen dieser verfehlten Politik noch lange leiden werden!

Paul Hofmann-Witschi
Leiter Heilpädagogische Lebensgemeinschaft
Präsident KiEl Fachverband KindEltern Institutionen


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